Stau in der City

Sommerzeit – Ferienzeit …. und leere Innenstädte für alle, die jetzt noch arbeiten müssen. Endlich einmal keine lästige Parkplatzsuche vor der Firma und vor allem kein Stop-and-Go auf dem Weg zur Arbeit. Zumindest bis das Bremslicht des Vordermanns bedrohlich näher kommt. Kurzfristige Straßenbauarbeiten an jeder dritten Kreuzung lassen die Fahrt durch die Innenstädte an vielen Orten zum Geduldsspiel werden. Auch das Navi ist da häufig keine gute Hilfe, denn vor Tagesbaustellen wird nicht immer korrekt gewarnt.

Die bundesdeutschen Städte nutzen die Sommerferien bewusst, um dringend nötige Reparaturarbeiten an der Straßendecke durchzuführen. Das geringere Verkehrsaufkommen gibt ihnen die Gelegenheit, Arbeiten möglichst effizient, heißt in kürzester Zeit, durchzuführen. Geduld auf dem Weg zur Arbeit ist also gefragt. Oder der Blick ins Internet am Morgen. Denn Abhilfe versprechen dort diverse Verkehrsportale.

Einen ersten guten Anlaufpunkt bietet das private Portal Staumelder24.

Deutschlandweit zeigt es aktuelle und vor allem lokale Informationen zu Baustellen und Behinderungen. Einige Großstädte können direkt ausgewählt werden. Zu kleineren Städte und Gemeinden gelangt man über eine Google-Maps-basierte Kartenansicht.

Alternativ lohnt ein Blick auf lokale Verkehrsportale. Viele Städte informieren über Baustellen auf der eigenen Webseite. Die Informationen dort sind meist aktuell, häufig genug kommt allerdings die Usability zu kurz. Ein schneller Blick reicht bei einer Text-basierten Seite meist nicht.

Dass es auch anders geht, zeigt das ausgezeichnete Mobilitätsportal der Technologieregion Karlsruhe.

Eine großflächige Kartenansicht zeigt lokale Behinderungen und Baustellen. Ein Klick darauf informiert über die Baumaßnahme, die Streckenführung und die Dauer der Arbeiten. Der Charme des Portals: Die Menüführung ist erfrischend einfach gehalten. Zusatzinformationen wie geplante Baustellen, Satellitenbilder oder Detailpläne der Baumaßnahmen sind für Stau-Spoter ein Muss.

Bleiben wir noch kurz beim Straßenbau: Erdpech, also Bitumen ist der Grundstoff des klassischen Straßenbelags in Deutschland. Jedes Jahr landen rund 40 Millionen Tonnen neuer Asphalt auf heimischen Straßen – zum Vergleich: vor 60 Jahren lag der gesamte Bitumenverbrauch in Westdeutschland bei gerade einmal 800 tausend Tonnen. Dabei kämpfen die Straßenbauer hierzulande mit den Tücken des mitteleuropäischen Wetters. Bereits bei 27 bis 30 Grad können selbst gute Asphaltschichten weich bis zähflüssig werden – ein Phänomen, dass auf südeuropäischen Straßen trotz deutlich höheren Temperaturen oft unbekannt ist. Der Grund: Die spezifischen Asphaltmischungen, die hierzulande zum Einsatz kommen, müssen auch bei tiefen Temperaturen zäh bleiben, um nicht bei Frost aufzuplatzen – was den sizilianischen Straßenbauer allerdings meist kalt lässt.